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Medizintechnologie-M&A bleibt stark: PwC-Bericht zeigt Transaktionsvolumen von 36,5 Milliarden US-Dollar im ersten Halbjahr 2026

Ein aktueller Bericht von PwC zeigt, dass das Transaktionsvolumen von Fusionen und Übernahmen im Medizintechniksektor in der ersten Hälfte des Jahres 2026 36,5 Milliarden US-Dollar erreichte, angeführt von der Übernahme von Penumbra durch Boston Scientific und der Übernahme von Masimo durch Danaher. Die M&A-Dynamik in der Branche bleibt ungebrochen.

Medizintechnik-Übernahmewelle setzt sich fort: PwC-Bericht zeigt Transaktionsvolumen von 36,5 Milliarden US-Dollar im ersten Halbjahr 2026

Der Medizintechnik-Fusions- und Übernahmemarkt zeigte nach einem Zehnjahreshoch im Jahr 2025 auch im ersten Halbjahr 2026 weiterhin eine starke Dynamik. Laut dem neuesten Bericht von PricewaterhouseCoopers (PwC) vom Juni belief sich das gesamte Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr auf 36,5 Milliarden US-Dollar, wobei sowohl die Anzahl als auch das Volumen der Transaktionen das Niveau des gleichen Zeitraums im Jahr 2025 übertrafen.

Branchenhintergrund

Im Jahr 2025 erreichte das gesamte Transaktionsvolumen in der Medizintechnikbranche 97,6 Milliarden US-Dollar, ein Zehnjahreshoch. Obwohl die Anzahl der Transaktionen unter dem historischen Durchschnitt lag, trieben Großtransaktionen wie die Übernahme von Exact Sciences durch Abbott für 21 Milliarden US-Dollar, die Privatisierung von Hologic für 18,3 Milliarden US-Dollar und die Übernahme von Waters durch BD für 17,5 Milliarden US-Dollar das Gesamtvolumen in die Höhe. PwC prognostizierte damals eine breitere Erholung im Jahr 2026, und die Daten des ersten Halbjahres bestätigten diese Einschätzung.

Wichtige Entwicklungen

Im ersten Halbjahr 2026 gab es insgesamt fünf Transaktionen mit einem Wert von über 1 Milliarde US-Dollar. Besonders bemerkenswert waren die Übernahme von Penumbra durch Boston Scientific, die Übernahme von Masimo durch Danaher, die Übernahme des Hörgeschäfts von GN Store durch Amplifon, die Privatisierung von Avanos Medical und die Übernahme von Biocare Medical durch Agilent. Bemerkenswert ist, dass Medtronic an drei der zehn größten Transaktionen des ersten Halbjahres beteiligt war und nacheinander CathWorks (585 Millionen US-Dollar), Scientia Vascular (550 Millionen US-Dollar) und SPR Therapeutics (ca. 650 Millionen US-Dollar) übernahm. Medtronic CFO Thierry Piéton erklärte, das Unternehmen nehme „wieder eine offensive Haltung im M&A-Bereich ein“ und halte Transaktionsgrößen zwischen 1 und 3 Milliarden US-Dollar für den optimalen Bereich.

Marktauswirkungen

Laut PwC-Analyse werden strategische Käufer bei ihren M&A-Aktivitäten hauptsächlich durch Kategorieinnovation, Expansion in angrenzende Bereiche und Ökosysteminvestitionen angetrieben. Die Käufer zielen auf spätklinische und frühkommerzielle Vermögenswerte in Bereichen wie strukturelle Herzerkrankungen, Elektrophysiologie und Neurostimulation ab, um um Führungspositionen zu kämpfen. Gleichzeitig treten Unternehmen durch Transaktionen in stark wachsende angrenzende Bereiche wie die Kardiologie ein. Veräußerungen und Ausgliederungen bieten auch strategischen Käufern und Private-Equity-Kapital Chancen. Vor dem Hintergrund von Marktdruck und niedrigeren Bewertungen werden Privatisierungstransaktionen unterstützt, und PwC ist der Ansicht, dass Privatisierungen möglicherweise vorteilhafter für eine mehrjährige Wertschöpfung sind.

Herausforderungen und Risiken

Geopolitische und handelspolitische Dynamiken könnten die M&A-Aktivitäten im zweiten Halbjahr beeinflussen. PwC weist darauf hin, dass Zölle, die Lage im Nahen Osten und Unterbrechungen der Lieferkette Unternehmen dazu veranlassen, operative Widerstandsfähigkeit, Stabilität der Lieferkette und Rentabilität über M&A zu stellen. Transaktionsparteien priorisieren Integrationsbereitschaft, operative Resilienz und szenariobasiertes Underwriting.

ZukunftsausblickFür das zweite Halbjahr erwarten Analysten von PwC, dass Fusionen und Übernahmen im Medizintechnikbereich aktiv bleiben. Strategische Käufer werden sich weiter in Richtung wachstumsstarker Bereiche verlagern, während Private-Equity-Kapital die niedrigeren Bewertungen für Transaktionen nutzt. Großtransaktionen könnten weiterhin vorkommen; Unternehmen wie Medtronic haben bereits klar gemacht, dass sie sich auf Ziele mit einem Volumen von 1 bis 3 Milliarden US-Dollar konzentrieren. Die Branchenlandschaft könnte sich weiter umgestalten.

Fazit

Die M&A-Daten für das erste Halbjahr 2026 zeigen, dass die Kapitalflüsse im Medizintechniksektor weiterhin aktiv sind. Strategische Käufer erschließen sich durch Akquisitionen wachstumsstarke Bereiche, während Private-Equity-Kapital Marktschwankungen nutzt, um Werteinschätzungslücken zu finden. Unter geopolitischen Unsicherheiten legen die Transaktionspartner mehr Wert auf operative Widerstandsfähigkeit und Integrationsfähigkeit. In den kommenden Quartalen werden voraussichtlich weiterhin erhebliche Kapitalzuflüsse in Teilbereiche wie Kardiologie, Neuromodulation und strukturelle Herzkrankheiten fließen, während sich der Trend zu Unternehmensausgliederungen und Privatisierungen weiter verstärken könnte. Die Konsolidierungswelle in der Medizintechnikbranche ist noch lange nicht abgeschlossen.

*Quelle: PwC-Bericht „Medizintechnik-Transaktionsausblick“, Juni 2026. Daten bis zum 30. Juni 2026.*

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Quellenlinks

  1. https://www.medtechdive.com/news/medtech-ma-maintains-momentum-following-decade-high-2025-pwc/823113/Primaer

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